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1. - 6. September 2001 Großevangelisationen in Kasur und Faisalabad Am 9. September 2001 bin ich aus Pakistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgekehrt, von einer Reihe von Großevangelisationen, wie ich sie persönlich noch niemals zuvor erlebt habe. Alles, was Gott im letzten Jahr in Pakistan getan hat, war nur ein Vorgeschmack Seines überwältigenden Wirkens und der beinahe unglaublichen Siege, die Er uns in diesem Jahr in diesem muslimischen Land gegeben hat. Ich habe Pakistan und die Menschen dort lieben gelernt wie niemals zuvor. Abend für Abend haben Tausende von Menschen – darunter viele, viele Anhänger anderer Religionen – Jesus Christus empfangen. Insgesamt waren es allein in Faisalabad, der drittgrößten Stadt Pakistans, mehr als 35.000 Entscheidungen für Christus, dazu kommen die Bekehrungen während der zweitägigen Evangelisation in der Stadt Kasur in der Nähe von Lahore. Trotz unseres sehr begrenzten Budgets für diese Veranstaltungen, obwohl wir – wie sonst oftmals üblich bei solchen Evangelisationen – keine Sonderbusse für die Besucher einsetzen und nicht einmal ausreichende Plakatwerbung finanzieren konnten, kamen die Menschen. Sie kamen wie von einem unsichtbaren Magneten angezogen zum Veranstaltungsplatz. Kasur – Begrüßung für Jesus – Zeichen und Wunder In Kasur wurde aus Anlaß der Evangelisation eine Kutsche prachtvoll geschmückt, in der ich mit dem Evangelisationskomitee zum Veranstaltungsort gebracht wurde. Die Menschen dort hießen uns willkommen mit einem großen Eröffnungsfeuerwerk. Viele bewarfen uns mit Blumen, als Zeichen der Wertschätzung. Es war ein großes Fest. Ich war zutiefst in meinem Herzen gerührt. Es ist beinahe unglaublich, daß in einem islamischen Land wie Pakistan Evangelisten und Prediger mit solchen Ehren begrüßt werden wie sonst nur Staatsoberhäupter und Könige. Diese Ehre gebührte nicht wirklich mir, sondern Jesus Christus, darauf habe ich dann in meiner Predigt unmißverständlich hingewiesen. Kasur erlebte in diesen ersten zwei Tagen meiner Pakistan-Reise eine Heimsuchung Gottes, wie es sie dort noch niemand kannte. Dem Herrn sei alle Ehre für die vielen Bekehrungen, Zeichen und Wunder, die Er in Kasur vollbracht hat. Faisalabad – Freudige Polizisten – Riesige Erwartung Am 3. September ging es dann weiter nach Faisalabad. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, daß in diesen Tagen der Geist Gottes spürbar nicht nur auf dem Veranstaltungsplatz, sondern in der gesamten Stadt gewirkt hat. Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten kamen aus allen Teilen der Stadt, um Gottes Wort zu hören. Waren im letzten Jahr die Polizisten anfangs noch mißtrauisch, so winkten sie mir in diesem Jahr bereits voller Freude zu und eskortierten uns mit ihren Motorrädern durch die Straßen, die von Menschen auf dem Weg zur Evangelisation völlig überfüllt waren. Tatsächlich brauchten wir diesen Polizeischutz. Nicht deshalb, weil wir – wie im letzten Jahr – gewalttätigen Widerstand von Seiten fundamentalistischer Bewegungen erwarteten, sondern weil die Menschen so aufgeregt und voller Erwartung waren, daß sie in der Hoffnung eines Händedrucks oder persönlichen Gebets sonst die Türen unseres Wagens aufgerissen hätten. Viele von ihnen hatten noch die Großevangelisation des letzten Jahres vor Augen. Sie kamen mit großen Erwartungen, Erwartungen, die nur Jesus Christus erfüllen konnte. Einer unserer Organisatoren berichtete uns, daß das ganze Jahr über selbst die Anhänger anderer Religionen immer wieder angefragt haben, wann unsere nächste Großevangelisation stattfinden würde. Diese Menschen suchten den Herrn und haben Ihn nach den Veranstaltungen in ihren Herzen mit nach Hause genommen! Frieden auf dem Pulverfass – Einladungen "vom Himmel" Die Bewahrung, die der Herr uns in Faisalabad gegeben hat, die Sicherheit und innere Ruhe, die wir hatten, war einfach wunderbar. Faisalabad gilt als Pulverfaß, denn einige verfeindete fundamentalistische Gruppen haben ihren Hauptsitz in dieser Stadt. Eine Großevangelisation wie die unsere hätte sehr leicht dieses Pulverfaß zum Explodieren bringen können, doch stattdessen waren unsere Veranstaltungen von einem Frieden gezeichnet, wie ihn viele nicht für möglich gehalten hatten. Auch in Faisalabad wurde ich mehr als herzlich willkommen geheißen. Während der Eröffnungsfeier wurden unter anderem Luftballons mit Einladungszetteln zur Evangelisation fliegen gelassen. Und tatsächlich, diese Einladungszettel gingen dort herunter, wo Menschen in ihrer Hoffnungslosigkeit den großen Arzt, Jesus Christus, dringend brauchten. Diese Menschen, die ihre Einladung buchstäblich "vom Himmel" erhalten haben, sind dann zur Evangelisation gekommen. Eine gute Idee, die mir völlig neu war. Sturm und "Sturm" Am ersten Abend unserer Evangelisation in Faisalabad konnten wir die Veranstaltung erst um 21.00 Uhr beginnen. Der Feind merkt natürlich auch, wenn sich etwas Besonderes anbahnt, und so gab es in den Stunden vor Beginn der Veranstaltung einen Sturm, der so stark war, daß er sogar die Musikinstrumente auf der Evangelisationsplattform in der Luft herumwirbelte. In Jesu' Namen befahlen wir diesem Sturm, sich zu legen, und schon bald herrschte völlige Ruhe. Die Plattform mußte jedoch repariert werden, und die Instrumente wurden neu aufgebaut. Nichtsdestotrotz warteten die Menschen, selbst während des Sturms, auf dem Veranstaltungsgelände, bis die Evangelisation endlich eröffnet wurde. Während dieser vier Veranstaltungen durften wir nun einen noch gewaltigeren Sturm erleben – einen Sturm des Heiligen Geistes! Zeichen und Wunder – während der Predigt – beim Gebet Die Besucher der Evangelisation waren geradezu gefesselt von der Botschaft des Evangeliums. Nur selten habe ich eine Menschenmenge wie diese erlebt, die jedes Wort meiner Predigt beinahe wie ein trockener Schwamm in sich aufsog. Bereits während der Verkündigung des Wortes geschahen zahlreiche Zeichen und Wunder, darunter eine Vielzahl körperlicher Heilungen. Ein kleiner Junge zum Beispiel war verkrüppelt und konnte nicht gehen. Als ich das Wort Gottes predigte, floß ganz plötzlich die Salbung Gottes wie Elektrizität durch seinen Körper. Er empfing seine Heilung und konnte plötzlich laufen. Ich habe wirklich schon viele, viele Heilungen gesehen, aber eine solch überwältigende Fülle wie hier in Faisalabad noch nie. Während des Heilungsgebetes empfingen Menschen Befreiung von dämonischen Mächten, von Schmerzen und Krankheiten aller Art: Blinde Augen öffneten sich, Lähmungen verschwanden, Asthma, Sehprobleme, schwere körperliche Virusinfektionen, Nierenprobleme und Typhus verschwanden. Ganz besonders begeistert war ich persönlich davon, daß so viele Kinder geheilt wurden, so zum Beispiel ein kleines Mädchen namens Michelle. Von Geburt an hatte sie stark verformte Füße gehabt. Als ich für die Kranken betete, traf sie die Kraft Gottes und heilte ihre Füße vollständig. Jetzt kann sie ganz normal laufen. Tausende bezeugen Ihre Heilung Während der Veranstaltung am Mittwoch haben wir nach dem Heilungsgebet alle diejenigen, die eine körperliche Heilung empfangen hatten, gebeten, sich zu erheben. Zu unserem großen Erstaunen standen etwa 40% aller Anwesenden auf. Anschließend führten sie dort, wo sie gerade standen, vor, was sie jetzt – nach ihrer Heilung – tun konnten, was vorher nicht mehr oder noch nie gegangen war. Es war wunderbar mitanzusehen, wie Tausende gleichzeitig ihre Heilung vorführten. Sonst hatten wir immer nur etwa 20 Personen auf die Plattform holen können, um dort ihr Zeugnis zu geben. Und die Offenheit, mit der die Besucher ihre Heilung bezeugt haben, war in einem Land wie Pakistan alles andere als selbstverständlich. Natürlich habe ich den Menschen immer wieder gesagt, daß die größte Heilung nicht die des Körpers ist, sondern die Rettung der Seele, und so durften wir mindestens genauso viele Bekehrungen wie Heilungswunder erleben. Eine dringende Bitte für Pakistan Pakistan ist ein Land mit wunderbaren Menschen, die der Herr liebt und zu Seinem Thron ziehen will. So Gott will, werde ich schon bald wieder dort sein. Ich möchte Sie an dieser Stelle bitten, gerade jetzt, wo die politische Situation in der Region mehr als angespannt ist, für die Menschen dort zu beten. Für unsere Geschwister, daß sie unter dem Schutz Gottes weiterhin eine erfolgreiche Arbeit vollbringen, aber auch für die vielen Menschen, die noch nicht zu Christus gefunden haben, daß Gott Prediger zu ihnen sendet, die ihnen das Evangelium bringen. An dieser Stelle danke ich Ihnen nochmals ganz herzlich für all Ihre Unterstützung durch Gebet, aber auch durch Ihre Liebesgaben. Der Herr wird Ihre Bereitwilligkeit und Ihren Einsatz nicht unbelohnt lassen. Abu Dhabi – Ermutigung zur Evangelisation – Dienstsalbung Am 8. September bin ich dann von Pakistan aus direkt in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen, wo ich in der Hauptstadt Abu Dhabi die Gelegenheit hatte, den Gläubigen zu dienen. Diese Veranstaltung war selbst eigentlich keine Evangelisation, aber ich konnte die Geschwister dort ermutigen, auch in diesem islamischen Land hinauszugehen und den Verlorenen die Botschaft vom Kreuz zu predigen. Ich habe dann viel Zeit dazu verwendet, den Einzelnen die Hände aufzulegen und zum Dienst zu salben. Weitere Einsätze in Abu Dhabi und anderen Städten der Vereinigten Arabischen Emirate sind in Planung. Evangelist Andreas Hübner |